Strafrecht

Das Strafrecht befasst sich mit rechtswidrigen Handlungen von Bürgern. Soweit diese eine Straftat darstellen, reagiert der Staat darauf mit einem Strafverfahren, an dem Polizei, Staatsanwalt und Gericht beteiligt sind und an dessen Ende eine Geld- oder Freiheitsstrafe stehen kann.

Im Strafgesetzbuch (StGB), dem wohl bekanntesten deutschen Gesetz, steht zunächst, was für alle Straftaten gilt (sog. allgemeiner Teil): Wann kann der Täter überhaupt verurteilt werden? Wann verjährt die Tat? Welche Strafarten gibt es? Wo gilt das deutsche Strafrecht überhaupt? Wie sind bestimmte Begriffe definiert?

Daneben beinhaltet das StGB auch einen besonderen Teil, in dem bestimmte Straftaten und die für sie vorgesehenen Strafrahmen definiert sind. Dieses Kernstrafrecht dreht sich um allerlei Delikte, vom Diebstahl bis zur Brandstiftung, von Hausfriedensbruch bis Mord, von der Urkundenfälschung bis zur Vergewaltigung. Aber auch abseitige Dinge wie Herbeiführung einer Atomexplosion oder Gefährdung einer Entziehungskur sind hier erfasst.

Daneben gibt es noch das weite Feld des Nebenstrafrechts. Dies sind Strafvorschriften in Spezialgesetzen, z.B. im Waffengesetz, im Urheberrechtsgesetz oder in den Versammlungsgesetzen der Länder. So ist bspw. die gesamte Drogenkriminalität im Betäubungsmittelgesetz ausgelagert.

Manchmal ist die Einteilung auch nicht ganz einsichtig: Fahren ohne Fahrerlaubnis steht im Straßenverkehrsgesetz, Fahren unter erheblichem Alkoholeinfluss dagegen im StGB.

Nur im weitesten Sinne gehört das Ordnungswidrigkeitenrecht zum Strafrecht: Dieses ist im Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) geregelt und verfolgt ebenfalls das Ziel, unerlaubtes Handeln zu sanktionieren. Allerdings sind diese Verstöße nur von geringer Schwere, es handelt sich nicht um „echte“ Kriminalität. Für sie kann lediglich ein (bisweilen auch empfindlich hohes) Bußgeld verhängt werden, Freiheitsstrafe oder ein Eintrag im Vorstrafenregister sind hier ausgeschlossen.

Neben dem materiellen Strafrecht muss aber auch noch das Prozessrecht beachtet werden. Ein Strafverfahren beginnt nicht etwa erst vor Gericht, sondern mit einem Ermittlungsverfahren. Bereits hier kann man sich als Beschuldigter entlasten und an der Wahrheitserforschung mitwirken. Auch als Tatverdächtiger sind Sie keineswegs nur Objekt des Staates und müssen nicht alles hinnehmen, sondern dürfen auch Ihre Position vertreten. Hierbei helfe ich Ihnen gerne.

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